Meine Stifte und ich

„Was mache ich hier eigentlich?“

Diese Frage stelle ich mir tatsächlich sehr oft bei meiner Arbeit. Meist dann, wenn ich gerade an persönlichen Werken herumtüftle. Ich bin keiner dieser „Künstler“, die mit ihren Werken irgendeine Botschaft verkünden wollen. – Zumindest bisher nicht. Ich male, bastle, experimentiere, erschaffe weil es mir ein Bedürfnis ist. Weil es aufregend ist. Ich setze mich hin, fange an und warte auf das, was meine Hände erschaffen. Und entweder es gefällt mir, oder halt auch nicht. Dann wandert das Werk in den Müll und ich beginne von vorne. Warum genau das so ist? Ich habe absolut keinen Schimmer. Es ist so. Es ist ein Teil von mir. Schon immer gewesen. Manch Einer könnte behaupten es läge daran, dass meine Eltern mich immer genug mit Stiften versorgten – auch wenn wir unterwegs waren. Stifte und Papier. Immer. Und ich nahm das auch immer dankbar an. Ob ich jetzt genau deshalb so gerne male, weis ich nicht. Es könnte auch sein, dass ich immer genau deshalb so viele Stifte hatte, weil ich so gerne male… das ist genau wie die Frage mit dem Huhn und dem Ei. Was war denn nun zuerst da? Meine Mama behauptet, ich hätte „einen direkten Draht zu etwas Größeren“. Kann sein, muss nicht. Ausgeschlossen ist nichts, allerdings habe ich auch keine ätherische Stimme im Kopf, die mir sagt was ich malen soll, oder gar meine Hand führt. Da bin nur ich. Denke ich zumindest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.